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Advanced Manufacturing: Neuer, besser und aufregender

Der Einsatz neuer Produktionstechnologien ist für die Schweizer Industrie wichtig, um konkurrenzfähig zu bleiben. Doch was genau versteht man unter «Advanced Manufacturing»? «Advanced Manufacturing» ist ein nebulöser Begriff, denn oft wird er voreilig gleichgesetzt mit neuen Produktionstechnologien. Doch können auch traditionelle Fertigungsmethoden durchaus «advanced» sein. Mehr dazu gibt es auf der INNOTEQ.DIGITAL vom 19. – 20. Mai 2021, wo «Advanced Manufacturing» eines von vier Schwerpunktthemen ist.

 

Eine einheitliche Definition von «Advanced Manufacturing» wäre sinnvoll, aber sie existiert noch nicht. Paul Fowler vom National Council for Advanced Manufacturing (NACFAM) hat aber – bereits vor fünfzehn Jahren – diese brauchbare Definition  eingeführt: «Die fortschrittliche Fertigung macht umfassenden Gebrauch von Computer-, Hochpräzisions- und Informationstechnologien, integriert mit einer leistungsstarken Belegschaft in einem Produktionssystem, das in der Lage ist, einen heterogenen Mix von Produkten in kleinen oder grossen Mengen mit der Effizienz der Massenproduktion und der Flexibilität der kundenspezifischen Fertigung zu liefern, um schnell auf Kundenwünsche zu reagieren.»

 

Additive Fertigung
Salopp gesagt, könnte man alle Definitionen aber auch so zusammenfassen: Advanced Manufacturing ist dann, wenn es neuer, aufregender und dazu noch besser ist. Dass die additiven Verfahren in jede nur mögliche Definition von «Advanced Manufacturing» hineinpassen, dürfte klar sein. Noch ist der Einsatz in der Industrie überschaubar und für manche Einsätze fehlt eine gewisse Grossserientauglichkeit. Viele Firmen wollen aber den Einstieg wagen, doch sie ahnen auch, dass es mit dem Kauf eines 3D-Druckers keineswegs gemacht ist, sondern dass es zusätzliches Technologie- und auch neues Konstruktions-Knowhow braucht.

 

Sich einen Vorteil für die Zukunft verschaffen
Aber Unternehmen müssen trotz Ungewissheiten neue Technologien verfolgen und zwischendurch auch den Mut aufbringen, die zum Gebiet des «Advanced Manufacturings» gehörenden Technologien vor der Durchdringung in der Breite einzusetzen, um sich einen zukünftigen Vorteil verschaffen zu können. Nicht nur 3D-Druck muss da im Fokus stehen, sondern auch die AR- und VR-Technologien könnten einigen Firmen Vorteile verschaffen. Oder der Einsatz von Cobots in der Produktion, die Bearbeitung neuartiger, smarter Materialien und selbst der Einsatz von High-Performance Computing kann zumindest mal angedacht und weitergesponnen werden unter dem Aspekt «Was wäre, wenn…» - und schon entsteht vielleicht ein Bild von der eigenen Produktion, die neuer, besser und aufregender sein könnte.

 

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